Naturschutzverein „Elsteraue“
Falkenberg/Elster e.V.

Träger des Umweltpreises Brandenburg 2000

Der Monat Februar– wettermäßig zweigeteilt!

tmb Februar2017

Erlebten wir in der ersten Februarhälfte noch einen echten Wintermonat, so änderte sich dies zur Monatsmitte hin schlagartig. Eine kräftige westliche Luftströmung hatte wärmere Luft herangeführt, so dass bei nicht wenigen Menschen die ersten Frühlingsgefühle aufkamen. Insgesamt lag der Monat Februar mit seiner Durchschnittstemperatur von 3,0 Grad Celsius (°C) in Deutschland um 2,6 Grad über dem Mittel der international gültigen Referenzperiode 1961 - 1990.
In der ersten Februarhälfte lagerten fast ständig Hochdruckgebiete über Deutschland.

In den Nächten war der Himmel zunächst teilweise mit leichter Bewölkung bedeckt, aber zur Mitte des Monats hin wurde er auch sternenklar, wobei die Temperaturen nicht nur nachts unter den Gefrierpunkt lagen. Weil in unserer Region eine zwar dünne, aber fast flächendeckende Schneedecke lag, war es auch tagsüber ungewohnt kalt. In Falkenberg war der 9. Februar mit einer Nachttemperatur von -5° C und einer Tagestemperatur von -2° C der kälteste Tag des gesamten Monats.
Mitte Februar zog das blockierende Hoch „Erika“ nach Südosten ab, und damit endete die kalte Witterungsperiode. Am 23. Februar traf uns das Sturmtief „Thomas“, welches in vielen Teilgebieten Deutschlands schwere Sturmschäden hinterließ.
Der Monat Februar war leider wieder einmal - wie die beiden anderen Monate zuvor - arm an Schnee und Regen. Das bestehende Niederschlagsdefizit in unseren Regionen konnte nicht aufgebessert werden. Mit nur rund 60 Liter pro Quadratmeter (l/m²) war es viel zu trocken, was vor allem für unsere Landwirtschaftsbetriebe zunehmend zu einem Problem wird!
Die aktuelle Wetterentwicklung wird wird in Deutschland auch mit phänologischen Datenerhebungen beobachtet. Die Phänologie orientiert sich natürlichen Erscheinungen. Durch den Deutschen Wetterdienst (DWD) werden die periodischen Wachstums- und Entwicklungserscheinungen von wildwachsenden Pflanzen und landwirtschaftlichen Kulturpflanzen sowie der Eintrittstermine landwirtschaftlicher Arbeiten datenmäßig erfasst. Diese Daten sind für die Landwirtschaft sowie in der Medizin (Pollen, Allergien) von großem Interesse.
Dazu meine eigenen, weitergehenden Beobachtungen: Bereits am 23. Februar blühten bei mir im Garten die ersten Schneeglöckchen; am 27. Februar folgten die ersten Krokusse. Am 23. Februar jubilierte der erste Star vor dem Nistkasten auf meiner Terrasse, am 26. Februar hörte ich die ersten Kraniche rufen. So wird es langsam Frühling in unserer Natur, und auch wir Menschen spüren und erleben das mit innerer Freude!