Naturschutzverein „Elsteraue“
Falkenberg/Elster e.V.

Träger des Umweltpreises Brandenburg 2000

Abermals viele Hitzetage & Hochbetrieb am Kiebitzer See!

tn Schweinert1Nach dem Hitzemonat Juli folgte im Land Brandenburg ein weiterer Monat mit extremer Hitze. Der August mit seinem Durchschnittswert von 20,4 °C war in unserem Land ein sogenannter „Tropenmonat“. Er war der zweitwärmste, der trockenste und außerdem der sonnenscheinreichste August seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen.
Dabei war die ersten Hälfte des Monats noch relativ angenehm. In der zweiten Monatshälfte hingegen lief uns ab der Mittagszeit der Schweiß über unsere Körper. Auch im dritten Sommermonat lagen die Temperaturen deutlich über die vieljährigen Mittelwerte. Doch es fehlten die Niederschläge!


In Falkenberg wurde die Hitze zum Monatsende extrem. Sieben Tage in Folge, vom 25. bis zum 31. August, erreichten die Temperaturen Werte von über 30 Grad, wobei der Höchstwert 33,6 °C betrug.
Mit weniger als 30 Liter Niederschlag pro Quadratmeter (l/m²) – das sind 48 Prozent des Solls von 59 l/m² – war unser Land Brandenburg das trockenste Bundesland. In meinem Regenmesser in Falkenberg hatten sich sogar nur 11 Liter gesammelt. Damit verschärfte sich die extreme Dürre in unserer Region des Elbe-Elster-Kreises in bisher nie gekannter Weise.
Darunter leiden nicht nur die landwirtschaftlichen Betriebe, auch unsere Wälder sind gestresst. Viele Nadelbäume sind schon vertrocknet, denn der Borkenkäfer ist zu einem Problem geworden. Wer gegenwärtig das Falkenberger Waldgebiet des „Schweinert“ durchquert, kann das gut erkennen. Haushohe Stapel Kiefernholz liegen an den Wegrändern. Doch für dieses Holz finden sich nur wenig Käufer, denn es kann höchstens nur als Brennholz genutzt werden.
Aber die Hitzetage hatten auch ihr Gutes. An den weitläufigen Ufern des Kiebitzer See, nördlich von Falkenberg, aalten sich die Badenden in Massen. Die Wassertemperatur war am 31. August auf noch nie erreichte 25 Grad geklettert. Der Wasserspiegel allerdings war um gut einen halben Meter gesunken. Wer auf der Sandbank im mittleren Teil des Sees stand, konnte das gut erkennen. Denn kaum bis zum Bauchnabel reichte das Wasser. Trotzdem, ein schönes Erlebnis!

 Dieter Lehmann