Naturschutzverein „Elsteraue“
Falkenberg/Elster e.V.

Träger des Umweltpreises Brandenburg 2000

Kühl aber zu trocken

IMG 4715 gIch bin ein Wetterfrosch, und dazu auch noch ein „Grüner“. In einer spöttischen Übertragung werden Meteorologen oder Wetterbeobachter oft als Wetterfrösche bezeichnet. Das Bild, wo ein Laubfrosch in einem Glas auf einer kleinen Leiter hochklettert und damit schönes Wetter voraussagt, ist allseits bekannt. Kürzlich sagte am Kiebitzer See ein mir völlig fremder Mann, ich sei in Anspielung auf meine monatlichen Wetterrückblicke ein solcher grüner Wetterfrosch. Ich war belustigt, fühlte mich aber auch ein wenig geehrt.

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Abermals ein viel zu warm und zu trocken

IMG 4381 3 g gIm April konnten wir den Klimawandel live erleben.

Auch der April 2019 war in Deutschland - verglichen mit dem langjährigen Durchschnitt - viel zu warm. So konnten wir den Klimawandel erneut live erleben! Der hinter uns liegende April war der 13. zu warme Monat in Folge. Das hat es in Deutschland seit 1881 noch nie gegeben!

Zunächst dominierten über Mitteleuropa die Hochdruckgebiete. Mit östlicher oder südlicher Strömung kamen warme kontinentale Luftmassen zu uns.

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Der zwölfte zu warme Monat in Folge

tn Kraniche gAm 31. März dieses Jahres war wieder einmal ein Tag der Zeitumstellung. Unsere Uhren wurden um eine Stunde vorgestellt. Der Tag hatte also statt 24 nur 23 Stunden. Welch ein menschengemachter Unsinn! Aber ab dem Jahr 2021 soll ja damit Schluss sein. Das kann man nur begrüßen, denn wir Menschen können die Zeit, die mit uns unaufhaltsam voranschreitet, nicht mutwillig manipulieren!
Ganz anders ist das beim Wetter. Durch die Art und Weise, wie wir gegenwärtig leben, verändern wir die Wetterabläufe. Der hinter uns liegende März war der zwölfte zu warme Monat in Folge.

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Ein Februar mit Frühlingsgefühlen

Ringeltaube gDer Februar 2019 war ein Monat der Wetterrekorde: extrem warm und sonnenscheinreich, dazu leider abermals mangelnde Niederschläge! Es war seit April 2018 der bisher elfte überdurchschnittlich warme Monat in Folge. Mit 3,9 Grad Celsius (°C) lag die Temperaturdurchschnitt im Februar um 3,5 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990. Ursache für diesen wettermäßig extremen Februar waren auch diesmal zahlreiche festliegende Hochdruckgebiete über Mitteleuropa. In den oft klaren Nächten kühlte sich die Luft stark ab; sobald jedoch die Sonne am Himmel aufstieg, wurde es frühlingshaft warm.
Sven Plöger, Diplom-Meteorologe und ARD-Wettermann, meint: "Der Trend ist klar erkennbar. Wir werden uns an extreme Wetterlagen gewöhnen müssen". Der sogenannte „Jetstream“ - das ist der Starkwindgürtel, der in 8 bis 12 Kilometern Höhe von Westen nach Osten weht - hat sich in den letzten Jahren deutlich verlangsamt.

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Ein Monat mit Schneechaos in den Mittelgebirgen!

tn Reif guetzliDieser Januar 2019 hatte es in sich und wird in Erinnerung bleiben. Vor allem wegen der beängstigenden Bilder von den Schneelasten auf den Hausdächern in den Mittelgebirgsregionen und im Alpenraum.
Zwischen dem 6. und 15. Januar hatten Dauerschneefälle im Nordstau der Mittelgebirge und der Alpen für chaotische Verhältnisse gesorgt. Vor allem im Chiemgau versanken einige Orte völlig im Schnee. Örtliche Einsatzkräfte, Bundeswehr und freiwillige Helfer waren im Dauereinsatz, um einsturzgefährdete Dächer von den Schneemassen zu befreien.

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