Naturschutzverein „Elsteraue“
Falkenberg/Elster e.V.

Träger des Umweltpreises Brandenburg 2000

Fotos: Sabine Lehmann2017 war kein gutes Jahr für die Weißstörche. Aus 20 besetzten Horsten im Altkreis Herzberg flogen nur 44 Jungstörche aus. Der stetige Rückgang unserer Weißstorchbestände hat Ursachen: Die Störche finden immer weniger zu fressen! Es ist ein Nahrungsproblem, und das wiederum ist ein Problem wie unserer Feld- und Wiesenfluren landwirtschaftlich genutzt werden. Es gibt zu viele großflächige Monokulturen. Zahlreiche Feuchtgebiete - Nahrungs- und Fortpflanzungsbiotope für Frösche, Regenwürmer und Insekten - sind vielerorts verschwunden.

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Traute Zweisamkeit auf dem Schornstein-Horst in der Falkenberger Querstraße, aber für eine Brut war es zu spät.2017 war erneut kein gutes Jahr für die Weißstörche. Das zeigt die jetzt erstellte Bilanz für den Altkreis Herzberg. Sabine Lehmann, Mitglied des Falkenberger Naturschutzvereins „Elsteraue“, betreut seit 2015 ehrenamtlich und sehr engagiert die Weißstörche in unserer Region um Herzberg. Im Brutjahr 2017 flogen aus 20 besetzten Horsten nur noch 44 Jungstörche aus. Das waren sechs weniger als 2016 und sogar 14 weniger als 2015. Wenn man bedenkt, dass 2004 aus 31 besetzten Horsten schon einmal 90 Jungstörche ins Leben hinausflogen, so sollte nach den Ursachen des offensichtlichen Rückgang der Weißstorch-Bestände gefragt werden.

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Seit 1995 gab es auf dem Grundstück der Familie Elfriede und Klaus Buchwald in der Buckauer Hauptstraße einen auf einem Holzmast stehenden Horst für die Weißstörche. Und die Adebare nahmen das Brutangebot dankbar an. Von 1995 bis 2011 wurden insgesamt 20 Jungstörche in diesem Horst flügge, und Frau Buchwald dokumentierte das in ihrem liebevoll geführten Storchentagebuch.

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tmb IMG 2794bDie im März dieses Jahres auf Initiative von Sabine Lehmann - Weißstorchbetreuerin im Altkreis Herzberg - am Weißstorchhorst der Falkenberger Astrid-Lindgren-Grundschule installierte Kamera musste neu ausgerichtet werden. Sie stand nicht nur zu nahe am Nest sondern hatte auch einen zu steil ausgerichteten Blickwinkel. Am vergangenen Donnerstag wurden diese Mängel beseitigt. Ein ganzer Vormittag war nötig, um die notwendigen Arbeiten zu erledigen. Verschiedene Betriebe und Unternehmen stellten großzügig Material, Werkzeuge, Maschinen und Mitarbeiter zur Verfügung, um die zum Teil komplizierten Arbeitsgänge zu bewältigen.
Die Webcam steht nun jeweils einen Meter tiefer und auch weiter entfernt vom Nest. Die Weitwinkelkamera zeigt im unteren Bildfeld nicht nur das Nestinnere sondern bietet im Hintergrund auch ein weit ausgedehntes Blickfeld auf

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In der Falkenberger Grundschule in der Torgauer Straße war 1995 die Heizung von Kohle auf Öl umgerüstet worden. Der zum Heizhaus gehörige Schornstein war dadurch funktionslos geworden. Auf Anregung von Friedhelm Deckert - Mitglied unseres Naturschutzvereins und zu dieser Zeit Direktor der Falkenberger Grundschule - wurde von uns, auf Initiative von Günter Göritz, 1995 eine Nistunterlage auf den Schornstein gebracht.

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Sabine Lehmann, Mitglied des Falkenberger Naturschutzvereins „Elsteraue“, betreut seit 2015 sehr engagiert die Weißstörche im Altkreis Herzberg. In der von ihr aufgestellten Bilanz für das Brutjahr 2016 zeigt sich eine besorgniserregende Negativentwicklung dieser für viele Menschen so attraktiven Vogelart. Aus 24 besetzten Horsten flogen nur 50 Jungstörche aus. Das waren acht weniger als im vorausgegangenen Jahr 2015. Wenn man bedenkt, dass 2004 aus 31 besetzten Horsten schon einmal 90 Jungstörche ins Leben hinausflogen, so sollte nach den Ursachen des offensichtlichen Rückgang der Weißstorch-Bestände gefragt werden. Zwar kommt es immer wieder zu sogenannten „Störungsjahren“, die zumeist durch unbeeinflussbare Wetterbedingungen verursacht werden. So zum Beispiel

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Fast alle langjährig besetzen Weißstorch-Horste haben bei uns einen sogenannten „Horstbetreuer“. Diese wohnen zumeist in unmittelbarer Nähe der Brutplätze und passen auf, was Freund Adebar da oben auf seinem Nest denn so treibt. Sie geben uns wertvolle Informationen und Hinweise, und wir können echtzeitig eingreifen, wenn Störche in Not geraten.

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Durch den Horstbau am Kiebitz ermutigt, wurden durch den Falkenberger Naturschutzverein - zumeist auf Initiative von Günter Göritz - von 1985 bis 2012 zahlreiche weitere Nisthilfen für Weißstörche errichtet: in Bomsdorf, Uebigau, Uebigau-München, Wiederau, Neudeck, Kleinrössen, Fermerswalde, Rehfeld und drei weitere in Falkenberg. Nicht auf allen der neu aufgebauten Horsten siedelten sich die Störche an. Einige sind sogar bis heute unbesetzt geblieben. Aber es gab überwiegend Erfolge!

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Die Geschichte dieses Horstes am Kiebitzer See muss erzählt werden.
Beim seinem Aufbau im Frühjahr 1984 hatte uns der damalige Stromversorger ESSAG mit technischem Gerät und dem notwendigen Material geholfen. Wir verwendeten einen hölzernen Leitungsmast mit zwei Betonschuhen. Als Horstunterlage diente ein altes Rad der damals gebräuchlichen landwirtschaftlichen Ackerwagen. Nachdem sich 1985 und 1986 nur vorübergehend Störche für die neue Brutmöglichkeit interessiert hatten, wurde der Horst nach einem mittleren Frühlingshochwasser 1987 von einem Storchenpaar besetzt. Das war für uns Naturschützer eine große Freude, denn soweit uns bekannt war, hatten seit über 50 Jahren in der Umgebung Falkenbergs keine Störche mehr gebrütet!

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Seitdem es in Falkenberg eine organisierte Naturschutzarbeit gibt, wurde die Betreuung der Weißstörche stets besondere Bedeutung beigemessen.
„Freund Adebar“, wie die Störche zuweilen genannt werden, hat sich uns Menschen angenähert. Er brütet in Dörfern und Städten, auf Hausdächern, Schornsteinen und Nisthilfen.

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Der Falkenberger Naturschutzverein „Elsteraue“ hat die Betreuung der Weißstorch-Bruten im Altkreis Herzberg an Frau Sabine Lehmann (Tel. 035 365/441989, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), Oststr. 10 a, 04895 Falkenberg, übertragen.

Alle ehrenamtlichen Horstbetreuer und auch andere Naturfreunde können ab sofort ihre Meldungen und Informationen bezüglich der Weißstorchbruten an sie übermitteln.