Naturschutzverein „Elsteraue“
Falkenberg/Elster e.V.

Träger des Umweltpreises Brandenburg 2000

Neuer Vorstand im Falkenberger
Naturschutzverein „Elsteraue“ gewählt !

Am 9. März 2018 gab es die problematische Jahreshauptversammlung des  Falkenberger Naturschutzvereins „Elsteraue“, in der es um nichts weniger als die weitere Existenz des Vereins ging. Die Versammlung war mit 16 Vereinsmitgliedern und fünf Gästen sehr gut besucht. Bernd Hensel, der amtierende Vorsitzende des Naturschutzvereins, konnte in seinem Rechenschaftsbericht 2017 eine sehr vielgestaltige und somit erfolgreiche Vereinsarbeit nachweisen. Abschließend verkündete er seinen Rücktritt als Vereinsvorsitzender. Weil auch der Schatzmeister Dieter Lehmann von seiner Funktion zurücktrat, musste zwangsläufig ein neuer Vorstand gewählt werden. Nach einer längeren diesbezüglichen Diskussion waren erfreulicherweise drei Vereinsmitglieder bereit, für den neuen Vorstand zu kandidieren. Sie wurden dann auch einstimmig gewählt. Viola Simon übernahm die Funktion der Vereinsvorsitzenden. Dieter Lehmann als Schriftführer und Heidi Lehmann als Schatzmeisterin sind die beiden weiteren Mitglieder im Vorstand. Als Ersatzmitglieder wurden Steffen Hauptvogel und Holger Kuntzsch in den Vorstand gewählt.
Der als Gast anwesende Bürgermeister Herold Quick hatte zuvor in einem längeren Redebeitrag die engagierte Arbeit der Vereinsmitglieder gewürdigt. Dies sollte in den kommenden Jahren möglichst noch intensiviert werden – auch zum Wohl der Stadt Falkenberg!
Der Falkenberger Naturschutzverein wurde am 21. September 1990 gegründet. Er hat gegenwärtig 42 Mitglieder. Sein Wirkungsbereich ist der gesamten Altkreis Herzberg. Es werden jedoch dringend neue Mitglieder gesucht, um die seit nunmehr über 25 Jahren geleistete vielfältige Naturschutzarbeit fortsetzen zu können. Dafür gibt es bereits ein gutes Beispiel. Am 19. Juni 2017 sind Birgit uns Steffen Hauptvogel, die in Frankenhain wohnen, dem Falkenberger Naturschutzverein beigetreten. Beide hatten sich schon vorher in vielfältiger Weise tatkräftig für den Schutz der Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung eingesetzt. So haben sie unter Anderem mehrere Insektenhotels gebaut und aufgestellt. Im vergangenen Jahr mussten sie jedoch leider feststellen, dass diese erstmalig kaum von Insekten besiedelt wurden. Zweifellos ist dies eine Folge des gegenwärtigen Insektensterbens. Deshalb sollten sich möglichst viele Menschen durch praktisches Handeln für den Schutz der Natur einsetzen. Wer sich dabei in einer Gruppe Gleichgesinnter engagieren möchte, sollte Mitglied des Falkenberger Naturschutzvereins „Elsteraue“ werden!


Dieter Lehmann, Naturschutzverein „Elsteraue“

Einladung zu einer Frühjahrs-Wanderung

Liebe Vereinsmitglieder und Angehörige, liebe Naturfreunde!

Nachdem wir am Vortag voraussichtlich den neuen Vorstand unseres Vereins gewählt haben werden, und damit bis zum Jahr 2020 die weitere Existenz des Falkenberger Naturschutzvereins gesichert ist, laden wir - „mit Freude erfüllt“ - zu einer Frühjahrs-Wanderung ein.

Diese findet am Sonntag, den 11. März 2018 statt.

Treffpunkt: 10.00 Uhr, an der Promenade des Kiebitzer Sees,
vorm Schaukasten unseres Naturschutzvereins
(unmittelbar am Eiscafe Böhnisch)

Die Wanderung wird am Kiebitzer See entlang,
bis zu den Kiebitzer Bruchwiesen,
zu unserem neu angelegten Biotop „Flachgewässer“ führen.
Streckenlänge insgesamt ca. 4 Kilometer.
Ende der Wanderung: Gegen 12.00 Uhr.

Wir freuen uns auf alle, die daran teilnehmen wollen!

 

Mit freundlichen Grüßen, der Vorstand des Naturschutzvereins „Elsteraue“

Jahreshauptversammlung des Falkenberger NSV am 9. März

Am Freitag, den 9. März 2018, 18.00 Uhr, findet im Vereinshaus der Falkenberger Gartensparte „West“, in den verlängerte Hufen, die Jahreshauptversammlung des Naturschutzvereins „Elsteraue“ statt. Diese Veranstaltung ist öffentlich. Alle an Natur- und Umweltschutz interessierten Bürger sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.
Neben dem Rückblick auf die Vereinsarbeit im vergangenen Jahr 2017, ist die Neuwahl des Vorstandes der wichtigste Tagesordnungspunkt. Satzungsgemäß besteht der Vorstand aus 3 Mitgliedern. Bisher ist nicht völlig geklärt, welche Vereinsmitglieder sich für die Wahl in den Vorstand zur Verfügung stellen. Doch davon hängt die weitere Existenz des Falkenberger Naturschutzvereins „Elsteraue“ ab.
Der Falkenberger Naturschutzverein wurde am 21. September 1990 gegründet. Er hat gegenwärtig 42 Mitglieder. Sein Wirkungsbereich ist der gesamten Altkreis Herzberg. Es werden dringend neue Mitglieder gesucht, um die seit nunmehr über 25 Jahren geleistete vielfältige Naturschutzarbeit fortsetzen zu können. Denn gerade jetzt, angesichts des fortschreitenden Klimawandels und anderer gesellschaftlicher Zwänge, ist es für kommende Menschengenerationen überlebenswichtig, sich für den Schutz von Natur und Umwelt zu engagieren.
Dieter Lehmann

Ehrenamtlicher Naturschutz – nur 5. Rad am Wagen?

Am 4. November ging im Evangelischen Gemeindezentrum in Finsterwalde der jährlich stattfindende Kreisheimatkundetag über die Bühne. Es war bereits der 23. seiner Art. Es gab auch einmal einen jährlichen Naturschutztag im unserem Landkreis, der stets im November stattfand, und der eine gewisse Tradition hatte. In diesem Jahr gibt es offenbar keinen Naturschutztag. Warum? Ich weiß es nicht.
Im Landkreis Elbe-Elster gibt es etwa 30 Naturschützer, die offiziell zu ehrenamtlichen Naturschutzhelfern - mit einem vom Landrat unterzeichneten Dienstausweis versehen – ernannt wurden. Bis vor drei Jahren gab es bei der unteren Naturschutzbehörde (uNB) in Herzberg für diesen Personenkreis einen Informations- und Schulungstag, den es nun ebenfalls nicht mehr gibt. In früheren Jahren gab es in unserem Landkreis ein eigenständiges Umweltamt, das von Alfons Sonntag geleitet wurde. Damals gab es noch einen Umweltpreis des Landkreises Elbe-Elster, der jährlich verliehen wurde. Das ist inzwischen Geschichte.

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Jeder, der das Klima schützen will, sollte das Folgende bedenken:

  1. Informieren, Erkennen und Handeln
  2. Wer sich über die Hintergründe des globalen Klimawandels informiert, wird erkennen und begreifen. Er wird dann auch bereit sein, persönlich zu handeln!

  3. Energie einsparen, wo es nur geht
  4. Energieeffiziente Elektrogeräte benutzen. Wärmegedämmte Gebäude und Häuser, moderne Heizungsanlagen, optimal heizen und lüften. Erneuerbare Energien nutzen.

  5. Verantwortungsbewusst mit dem Auto fahren
  6. Kraftstoffsparende Autos fahren, unnötige Fahrten vermeiden. Wenn möglich, bei Fernreisen die Eisenbahn benutzen. Kurze Strecken mit dem Fahrrad oder zu Fuß bewältigen. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

  7. Nicht in der Ferne Urlaub machen, sondern in der Nähe
  8. Nicht Massentourismus in der Ferne, sondern naturnaher Urlaub in der engeren Heimat.

  9. Auf das Kaufverhalten kommt es an
  10. Nicht weitgereiste Nahrungsmittel und Waren kaufen, sondern regionale, einheimische Produkte!

  11. Vegetarische statt tierischer Nahrung
  12. Wer viel Fleisch verzehrt, lebt nicht nur ungesund, er schädigt auch das Klima. Nahrungsmittel aus biologischem Anbau kaufen und essen!

  13. Nicht Bäume fällen, sondern Bäume pflanzen
  14. Bäume und Wälder sind die Lungen unserer Erde. Wir brauchen sie, wenn wir die globale Erwärmung stoppen wollen.

  15. Menschen müssen sich engagieren
  16. Wer Klimaschützer sein will, sollte in Verbände und Vereine eintreten, die sich für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz einsetzen.

  17. Bei Wahlen sich richtig entscheiden
  18. Nur Personen und Parteien wählen, welche sich für de Klimaschutz einsetzen.

  19. Wer Klimaschützer sein will, muss für den Frieden eintreten
  20. Kriege sind nicht nur menschenverachtend, sie schädigen auch das Klima. Die Forderung „Schwerter zu Pflugscharen“ ist heute dringlicher denn je!

Lutherstadt Wittenberg, am 31. Oktober 2017
Der „Einäugige“
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Die Nachteile sind unübersehbar,
aber wie wollen wir leben?

Am 24. August gab es im Herberger Bürgerzentrum die Informationsveranstaltung „Windenergiewende – kritische Betrachtungen“. Etwa 50 Zuhörer waren gekommen, wohl mehrheitlich Windkraftgegner. Als langjähriger ehrenamtlicher Naturschützer und mehrfacher Buchautor über den globalen Klimawandel war ich natürlich an dieser Thematik interessiert. Deshalb war ich per Fahrrad nach Herzberg gekommen. Allerdings nur, um zuzuhören.
Eingeladen zu dieser Veranstaltung hatte die Bürgerinitiative „Gräfendorfer Gegenwind“.

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 Diskussionsveranstaltung in Falkenberg über den globalen Klimawandel

 

Plakat: Der globale KlimawandelDer Falkenberger Naturschutzverein „Elsteraue“ und die Stadtverwaltung Falkenberg veranstalten eine öffentlichen Diskussionsveranstaltung über den globalen Klimawandel. Unter dem Motto „Der globale Klimawandel - von uns Menschen verursacht - erklären, begreifen, handeln!“ findet diese Veranstaltung am 22. Juni 2017, 18.00 Uhr, im Falkenberger Haus des Gastes statt.
Zu dieser Diskussionsveranstaltung werden Verantwortungsträger aus Gesellschaft, Wirtschaft und Behörden eingeladen. Auch interessierte Bürger können daran teilnehmen. Es werden zwei themenbezogene Vorträge gehalten, daran anschließend gibt es eine Podiumsdiskussion.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Problematik des globalen Klimawandels ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, um möglichst vorbeugende Maßnahmen der Klimastabilisierung und -anpassung zu entwickeln.
Zwei Gastredner sind mit einem je 30-minütigen Vortrag eingeladen. Prof. Dr. Manfred Stock, Honorarprofessor am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Sein Vortrag: „Wie gehen wir mit dem globalen Klimawandel um?“
Danach spricht Dr. Peter Müller aus Schlieben über „Die Ursachen der gegenwärtigen Klimaveränderungen sowie Mittel und Wege diese gefährliche Entwicklung zu stoppen“ .
Moderiert wird diese Klimadiskussion von Sabine Falk und Daniel Willeke. Beide sind hauptamtliche Klimaschutz-Manager der Stadt Uebigau-Wahrenbrück.
Mit dieser Diskussionsveranstaltung wird die Stadt Falkenberg/Elster sich erstmals öffentlich der brisanten Problematik des globalen Klimawandels widmen.

 

 

 Interview im SonntagsWochenblatt 07.06.17

Falkenberg - Am kommenden Donnerstag, den 22. Juni, findet im Falkenberger Haus des Gastes, 18.00 Uhr, eine Diskussionsveranstaltung über den globalen Klimawandel statt.
Unter dem Motto „Der globale Klimawandel - von uns Menschen verursacht - erklären, begreifen, handeln!“ wird es zwei themenbezogene Vorträge geben, danach folgt eine Podiumsdiskussion. Ziel der Veranstaltung ist es, die Problematik des globalen Klimawandels ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, um möglichst vorbeugende Maßnahmen der Klimastabilisierung und -anpassung zu entwickeln. Das SonntagsWochenblatt sprach mit dem Naturschützer Dieter Lehmann, der zusammen mit der Falkenberger Stadtverwaltung diese Diskussionsveranstaltung organisiert hat.

SWB: Der globale Klimawandel ist eine Dauerthema in den verschiedenen Medien. Was hat sie veranlasst, dennoch eine derartige Veranstaltung in Falkenberg zu organisieren?

Dieter Lehmann: Am 27. März gab es in der Brikettfabrik „Louise“ in Domsdorf eine regionale Konferenz zur Klimafolgenanpassung. Etwa 60 interessierte Teilnehmer waren gekommen, darunter verantwortliche Vertreter der Städte Mühlberg, Bad Liebenwerda und Uebigau-Wahrenbrück. Auch wir vom Naturschutzverein „Elsteraue“ waren dabei. Uns fiel auf, dass kein Vertreter der Falkenberger Stadtverwaltung anwesend war. Wir richteten deshalb ein Schreiben an Bürgermeister Herold Quick mit der Anfrage, ob zur Problematik des globalen Klimawandels in unserer Stadt kein Handlungsbedarf besteht. Herold Quick reagierte auf unsere Kritik positiv. Wir vereinbarten eine Diskussionsveranstaltung zu dieser Thematik zu organisieren.

Was wollen Sie mit dieser Diskussionsveranstaltung erreichen?
Der globale Klimawandel, an dessen Beginn wir stehen, ist gegenwärtig das größte Problem der Menschheit. Es wird zwar viel geschrieben und geredet darüber, aber das allein reicht nicht aus. Es muss entschlossen gehandelt werden! Dies gilt nicht nur für alle Völker und Staaten auf unserer Erde, sondern auch für jeden einzelnen Menschen.

Was sind die Ursachen für den gegenwärtigen globalen Klimawandel?
Wir Menschen sind durch die Art und Weise, wie wir gegenwärtig leben, die Verursacher des fortschreitenden Klimawandels. Das massive Verbrennen fossiler Energieträger wie Kohle und Öl macht die Erde zum Treibhaus. Die Prognose führender Klimaexperten lautet: Wenn die Industrie- und Schwellenländer ihren Treibhausgasausstoß nicht drastisch senken, könnte die Durchschnittstemperatur auf der Erde bis zum Ende des Jahrhunderts bis auf über vier Grad ansteigen.

Gibt es dafür stichhaltige Argumente oder gar Beweise?
Ja. Das Jahr 2015 war im globalen Mittel 0,9 Grad wärmer als der Durchschnitt des 20. Jahrhunderts und damit das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen 1880. Hauptschuld daran trägt der nach wie vor ungebremste Ausstoß industrieller Treibhausgase. Bei den Pro-Kopf-Emissionen liegen die USA immer noch vorn. Im Jahr 2015 kamen auf jeden US-Bürger 17 Tonnen CO2, auf jeden Einwohner Chinas nur 7,5 Tonnen. Der Pro-Kopf-Ausstoß in Deutschland betrug 9,9 Tonnen. Also immer noch viel zu viel!

Aber es gibt auch Wissenschaftler und Politiker, die der Meinung sind, dass die gegenwärtige Erderwärmung nicht von uns Menschen verursacht wird. So zum Beispiel US-Präsident Donald Trump. Kann man denen glauben?
Nein, auf keinen Fall. Heute gibt es so gut wie keine Klimaforscher mehr, die von einer natürlichen Entwicklung ausgehen. Die Datenlage spricht eindeutig für einen sogenannten anthropogenen, einen vom Menschen ausgelösten Klimawandel. Das bestätigt auch der UN-Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) - ein unabhängiges wissenschaftliches Gremium, in dem Hunderte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt mitwirken. Sein jüngster Bericht wurde 2014 veröffentlicht. Er fasst die aktuellen Erkenntnisse zu den naturwissenschaftlichen Grundlagen, Risiken und Folgen des Klimawandels zusammen.

Das mag ja alles stimmen. Aber was können wir - als jeder einzelne Mensch - dagegen tun?
Jeder kann und muss etwas tun, um den Klimawandel aufzuhalten. Die Kette beginnt stets beim ersten Glied! Wer sich klimagerecht verhalten will, sollte beispielsweise Energie einsparen, wo es nur geht. Er sollte weitgehend öffentliche Verkehrsmittel benutzen, statt mit dem eigenen Auto zu fahren. Es gibt viele weitere Möglichkeiten, etwas zu bewegen! Auch darüber wollen wir in unserer Diskussionsveranstaltung miteinander reden.

Herr Lehmann, sie sind wohl einer der bekanntesten Naturschützer in unserer Region. Hat ihr diesbezügliches Engagement auch etwas mit Klimaschutz zu tun?
Ja, natürlich. Die Wirtschaftssysteme auf unserem Planeten sind seit Beginn der Industrialisierung auf die hemmungslose Ausbeutung der Natur ausgerichtet. Wir plündern die Bodenschätze, vergiften das Grundwasser, die Böden, die Luft und die Atmosphäre. Wir holzen Wälder ab, verschmutzen die Meere und dezimieren Tier- und Pflanzenarten. Der Mensch in seiner unbegreiflichen Gier, immer bequemer und immer besser leben zu wollen, verhält sich gegenüber seiner natürlichen Umwelt feindlich. Dem muss man entgegenwirken. Es gibt Menschen, die mahnend zur Vernunft rufen. Auch ich gehöre dazu.

Sie haben zum globalen Klimawandels auch schon Bücher geschrieben?
Das stimmt. Ich habe zwei Bücher geschrieben. Das erste mit dem Titel „Im Klimawandel angekommen. Was nun?“ erschien 2005. Danach ein zweites: „Kleine Klimafibel 2007“. Beide Bücher habe ich beim Projekte-Verlag Halle herausgegeben, den es leider inzwischen nicht mehr gibt. Deshalb sind diese Bücher jetzt auch nicht mehr im Handel, können also nicht mehr gekauft werden.

Erhoffen Sie sich für die Klimadiskussion im Haus des Gastes eine große Zuschauerresonanz?
Wir hoffen, dass viele kommen werden. Immerhin haben wir zwei prominente Vortragsredner. Und bei der danach folgenden Podiumsdiskussion kann jeder seine Fragen stellen. Heiße Diskussionen sind zu erwarten. Es wird auf jeden Fall hochinteressant werden!

Vielen Dank, Herr Lehmann, und viel Erfolg bei der Veranstaltung.

Gespräch: Serena Nittmann

 

Existenz des Falkenberger Naturschutzvereins „Elsteraue“ gefährdet?

 

Die Jahreshauptversammlung des Falkenberger Naturschutzvereins „Elsteraue“ fand am 18. März 2017 im Vereinshaus der Falkenberger Gartensparte „West“ statt. 14 der insgesamt 41 Mitglieder des Vereins nahmen daran teil.
Der Vorsitzende Bernd Hensel und Schatzmeister Dieter Lehmann kündigten an, dass sie zur Jahreshauptversammlung 2018 aus Altersgründen ihre Ämter im Vorstand niederlegen werden.
Bernd Hensel gab in seinem Rechenschaftsbericht einen umfassenden Rückblick auf die abermals sehr erfolgreiche Vereinsarbeit im Jahr 2016. Einer der Höhepunkte war der am 29.Mai im Naturschutzzentrum Kleinrössen zum siebenten Mal veranstaltete „Tag der Weißstörche“. 35 Gäste, darunter viele ehrenamtliche Horstbetreuer, nahmen daran teil. Leider fand die Aktion des Naturschutzvereins „Schutz und Neuanpflanzungen von Flur- und Feldgehölzen“, die im Oktober mit Pressehinweisen gestartet wurde, bisher so gut wie keine Resonanz seitens der landwirtschaftlichen Betriebe.
Der Vorsitzende Bernd Hensel bedankte sich in seinem Rechenschaftsbericht bei Vereinsmitglied Reiner Kliemke. Er hat für den Naturschutzverein eine neue Website erstellt. Sie ist seitdem im Internet unter nsv-elsteraue.de abrufbar.
Schatzmeister Dieter Lehmann konnte in seinem Kassenbericht 2016 eine gesicherte finanzielle Existenz des Naturschutzvereins „Elsteraue“ nachweisen. Kraft Abraham gab den Revisionsbericht. Er bestätigte die ordnungsgemäße Führung der Kassenunterlagen.
Der Vorstand wurde in offener Abstimmung für die im Jahr 2016 geleistete Arbeit einstimmig entlastet.
Anschließend gab es eine lange Diskussion über die zurückliegende Arbeit des Naturschutzvereins. Alle anwesenden Vereinsmitglieder meldeten sich zu Wort und bewerteten die gute Arbeit innerhalb und außerhalb des Vereins positiv.
Im Hinblick der Ankündigung von Bernd Hensel und Dieter Lehmann, zur Jahreshauptversammlung 2018 ihre Ämter im Vorstand niederzulegen, wurde lebhaft darüber diskutiert, in welcher Weise und mit welchen Vereinsmitgliedern dann ein neuer Vorstand gebildet werden könnte. Es konnten keine endgültige Lösungen vorgeschlagen werden.
An alle naturinteressierten Menschen in Falkenberg und im gesamten Altkreis Herzberg wurde appelliert, Mitglied im Naturschutzverein zu werden, damit dieser auch in den kommenden Jahren weiter existieren kann.


Dieter Lehmann, Schriftführer des Naturschutzvereins „Elsteraue“

Jahreshauptversammlung des Falkenberger Naturschutzvereins „Elsteraue“

Am Samstag, den 18. März 2017, 10.00 Uhr, findet im Vereinshaus der Falkenberger Gartensparte „West“, in den verlängerte Hufen, die Jahreshauptversammlung des Naturschutzvereins „Elsteraue“ statt.
Diese Veranstaltung ist öffentlich. Alle an Natur- und Umweltschutz interessierten Bürger sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Der Falkenberger Naturschutzverein wurde am 21. September 1990 gegründet. Er hat seinen Wirkungsbereich im gesamten Altkreis Herzberg und sucht dringend neue Mitglieder, um die seit nunmehr über 25 Jahren geleistete vielfältige Naturschutzarbeit fortsetzen zu können. Denn gerade jetzt, angesichts des fortschreitenden Klimawandels und anderer gesellschaftlicher Zwänge, ist es für kommende Menschengenerationen überlebenswichtig, sich für den Schutz von Natur und Umwelt zu engagieren.

tmb Amsel Star Ich habe in den letzten Monaten bei mir im Garten keine einzige Amsel mehr gesehen! Das ist beunruhigend. Denn die tiefschwarzen (Männchen) oder dunkelbraunen (Weibchen und Jungvögel), bei der Futtersuche so emsigen Vögel konnte ich sonst zu jeder Jahreszeit auf meinem Grundstück und anderswo häufig beobachten.
Es ist zu befürchten, dass es in diesem Sommer abermals zu einem massiven Amselsterben gekommen ist. Ursache dafür ist das tropische Usutu-Virus, das durch Stechmücken auf die Vögel übertragen wird, und bereits von 2010 bis 2012 in Deutschland grassierte. Die durch das Virus verursachten Todesfälle treten jeweils während der Mückensaison von Mai bis November auf. Von dem Virus befallene Vögel wirken krank, werden apathisch und flüchten nicht mehr. Sie sterben dann meist innerhalb weniger Tage. Besonders die Amseln sind betroffen, aber auch andere Vogelarten.
Auch in diesem Jahr wurden in Deutschland bereits wieder Fälle von Usutu-Erkrankungen festgestellt. Die Ursachen dafür sind noch ungeklärt. Ist es der fortschreitende, durch uns Menschen verursachte globale Klimawandel? Es wird wärmer auf unserer Erde, was die Fortpflanzung und Ausbreitung der verschiedenen Mückenarten begünstigt.
Der Naturschutzbund (NABU) arbeitet mit Wissenschaftlern daran, die Ausbreitung des Virus und seine Auswirkungen auf unsere Vogelwelt zu dokumentieren und zu verstehen.
Um Daten zu sammeln, sollen Vorkommnisse tot aufgefundener oder beobachteter kranker Amseln auf der NABU-Website über ein Online-Formular gemeldet werden.
Dieter Lehmann

Falkenberg, 05.05.2016

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Hochaufragende Kirchtürme üben auf bestimmte Vogelarten eine magische Anziehungskraft aus. Sind Mauer- oder Dachöffnungen vorhanden, dann siedeln sich dort Schleiereulen oder Turmfalken an. Von 2001 bis 2002 wurde in Falkenberg mit hohem finanziellen Aufwand die im Jahr 1913 im Jugendstil erbaute evangelischen Kirche saniert. Das Dach des 45 Meter hohen Turmes wurde mit Schieferplatten neu eingedeckt, die Skalen der Kirchturmuhr wurden vergoldet, die Fassade mit neuem Putz versehen. Seitdem präsentiert sich die Falkenberger Kirche als ein weithin sichtbareres Schmuckstück für unsere Stadt.
Wir Falkenberger Naturschützer wandten uns zu der Zeit der Kirchensanierung an die evangelische Kirchengemeinde mit der Bitte, den Turm so zu gestalten, dass dort künftig auch weiterhin Vögel brüten können. Wir trafen auf einsichtige Partner. Zwei Brutkästen, die sowohl für Turmfalken wie auch für Schleiereulen geeignet sind, wurden an der Ost- und Nordseite der Turmspitze, unmittelbar an der unteren Dachkante eingebaut. Klappdeckel ermöglichen im Inneren jederzeit eine Kontrolle. Kirchengemeinde und Naturschutzverein schlossen einen Vertrag, der den Falkenberger Ornithologen gestattet, mehrmals im Jahr die Nisthilfen im Kirchturm zu kontrollieren. Als Gegenleistung beseitigen wir die durch die Vögel verursachten Verschmutzungen im Innenbereich des Kirchturms.
tmb 005turmIn den ersten Jahren nach der Kirchensanierung brüteten zunächst nur Turmfalken in den östlich gelegenen Nistkasten. Die Schleiereulen, die während der Renovierungsarbeiten noch ihre Jungen im Turmgebälk aufgezogen hatten, brüteten seitdem leider nicht mehr. Doch dann, im Jahr 2013 eine freudige Überraschung. Ein Dohlenpaar quartierte sich ungefragt im Nistkasten der Turmfalken ein. Es gab heftige Revierkämpfe zwischen den beiden Vogelarten, doch die Dohlen ließen sich nicht mehr vertreiben. Es wurde ihre erste erfolgreiche Brut; Mitte Mai 2013 flogen fünf junge Dohlen in die Freiheit. Doch welche Freude für uns, als wir anschließend bei einer Kontrolle des Nistkastens feststellten, dass nun auch die Turmfalken – wenn auch verspätet – mit ihrer Brut begonnen hatten. Sechs Jungfalken flogen aus.
In den drei Jahren danach wiederholte sich dieses Schauspiel der um den Brutplatz konkurrierenden Dohlen und Turmfalken, immer mit dem gleichen Ergebnis: Zuerst brüteten die Dohlen, anschließend die Turmfalken.
In diesem Jahr gab es für uns Naturschützer abermals eine freudige Überraschung: Erstmals seit 2002 brüten wieder Schleiereulen im Kirchturm! Es war der 28. Juli, als ich zusammen mit Lothar und Jochen Richter – beide betreuen wöchentlich die Kirchturmuhr - über unzählige Treppenstufen und Leitersprossen bis in die höchste Spitze des Kirchturms stieg. Wir entdeckten vier noch flauschige Jungeulen im nördlich gelegenen Nistkasten.
Damit haben in diesem Jahr erstmals drei Vogelarten in der Falkenberger Kirchturmspitze erfolgreich gebrütet.

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tmb 017turmtmb 024turmtmb 028turmtmb 060turmtmb IMG 0402tmb 344turmDieter Lehmann

Am 12.03.2016 gab es die Jahreshauptversammlung des Falkenberger Naturschutzvereins „Elsteraue“. Die Versammlung war mit 18 Vereinsmitgliedern und sieben Gästen gut besucht. Nachdem der Vorsitzende Bernd Hensel in seinem Rechenschaftsbericht 2015 abermals auf eine sehr vielgestaltige und somit erfolgreiche Vereinsarbeit verweisen konnte, gab es die problematische Wahl eines neuen Vorstandes, der satzungsgemäß für die Dauer von vier Jahren im Amt sein wird. Zwei der bisher drei Vorstandsmitglieder hatten schon vorher erklärt, dass sie nicht mehr für den Vorstand kandidieren würden. Nach einer kurzen diesbezüglichen Diskussion waren danach erfreulicherweise vier Vereinsmitglieder bereit, für den neuen Vorstand zu kandidieren. Sie wurden einstimmig gewählt. Bernd Hensel, Viola Simon, Kathleen Hensel und Dieter Lehmann bilden nunmehr für vier Jahre den Vorstand in unserem Naturschutzverein. Bernd Hensel bleibt weiterhin der Vorsitzende. 

In einer sich daran anschließenden, sehr rege geführten Diskussion über die künftige Vereinsarbeit, wurde vereinbart, neben den bisherigen Aktivitäten völlig neue Wege in der Naturschutzarbeit zu beschreiten. Erfreulich auch, dass zwei der anwesenden Gäste von nun an Mitglied im Naturschutzvereins „Elsteraue“ sind.

 

 

Der gewählte Vorstand gab gemäß der Satzung 

folgende Aufgabenverteilung bekannt:

 

Vorsitzender: Bernd Hensel

Stellvertreter des Vorsitzenden und Schatzmeister: Dieter Lehmann

Schriftführerin: Kathleen Hensel

Ersatzmitglied im Vorstand: Viola Simon